Sömmerda im Herzen Thüringens an der Unstrut ist die Kreisstadt des Landkreises Sömmerda. Die Stadt liegt sehr zentral – man ist schnell im Thüringer Wald, im Harz und in größeren Städten wie der Landeshauptstadt Erfurt, Weimar und Jena.
Beim Bummel durch die Stadt werden Sie unsere alte, aber gut erhaltene Stadtbefestigungsanlage mit sechs Wehrtürmen und dem Erfurter Tor (1395), einziges von ehemals fünf Stadttoren, bewundern können.
Die Anlage stammt aus dem 14. Jh., wurde jedoch 1589-1595 erweitert und erfuhr auch in späteren Jahren immer wieder eine Erneuerung. Einst umgab sie ein etwa vier Meter breiter Graben, der mit dem Wasser der Unstrut gespeist wurde.
Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Markt mit seinen aus dem 16. Jh. stammenden, zweigeschossigen Renaissancebau, dem Rathaus. Im Bereich der Eingangstür wurde ein historisches Wappenrelief angebracht, auf dem sich neben dem Wappen der Städte Erfurt und Sömmerda auch die der Erfurter Ämter Kapellendorf, Vieselbach, (Schloß) Vippach und Vargula befinden.
Auf der Nordseite des Marktes (Richtung Stadtpark) stehen u.a. das 1589 erbaute ehemalige Amtshaus, das heutige Pfarrhaus, und das Geburtshaus des Pädagogen Christian Gotthilf Salzmann, der 1744 in Sömmerda geboren wurde und dessen Wirken weit über seine Geburtsstadt reichte. Ihm zu Ehren errichtete man auf dem Marktplatz im Jahre 1894 ein Denkmal.
Wenige Meter entfernt vom Pfarrhaus führt ein Weg auf einer alten überdachten Holzbrücke, deren Bau (1904) von den Ratsherren finanziert wurde und von der der Blick zur alten Lohmühle (1721) freigegeben wird, über die Unstrut in den von der Stadt angelegten Stadtpark.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören auch ihre drei Hauptkirchen. Die evangelische St. Petri- und Paulikirche in der damals so genannten Oberstadt, wurde im 17. Jh. auf altem Kirchengrund erbaut und besitzt eine wertvolle Kassettendecke, einen spätgotischen Schnitzaltar sowie einen Taufstein aus ihrer Kirchenvorgängerin. Die evangelische St. Bonifatiuskirche im Marktbereich besitzt einen imposanten, drei Etagen hohen Turm (1464), der von einem Turmwächter und -musiker bis 1928 bewohnt wurde. Kleinod der Kirche ist die um 1700 von Johann Georg Krippendorf erbaute Barockorgel, aber auch die 1913 freigelegten 26 Wandbilder mit Darstellungen aus dem Alten Testament. Die 1860-1893 erbaute katholische St. Franziskuskirche ist ein schlichtes, im gothischen Stil erbautes Gotteshaus. Sehenswert sind der Mutter-Gottes-Altar sowie der Hochaltar aus dem Jahr 1899.
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