Die Stadt Kölleda ist eine ländlich geprägte Kleinstadt mit ca. 7.000 Einwohnern. Durch seine zentrale Lage und die guten Verkehrsanbindungen ist Kölleda ein guter Ausgangspunkt, um die Stadt sowie die Umgebung mit ihren nah liegenden Städten zu erkunden. Die Stadt hat sich seit ihrer Ersterwähnung zu einer schönen Stadt mit liebenswertem Flair entwickelt. Besonders für geschichtsinteressierte Besucher bietet die Stadt vielfältige Möglichkeiten.
Die St. Wippertikirche, auch Wippertuskirche genannt, wurde vor 1404, etwa in der Zeit als Kölleda die Stadtrechte verliehen bekommen hat, als Stadtkirche erbaut. Sie ist ein ursprünglich gotisches Bauwerk. Die Inschrift über der Kirchtür, die dem Marktplatz zugewandt ist, benennt die Einweihung im Jahre 1496. Die Jahreszahl 1542 über der alten Sakristeitür hält den Wiederaufbau der Kirche, nachdem sie 1538 abgebrannt war, und die Einführung der Reformation fest.
Anlässlich des 10. Jahrestages der deutschen Einheit am 3. Oktober 2000, wurde das Funkwerkmuseum eröffnet. In Zeitdokumenten und charakteristischen Produkten wird die Geschichte des VEB Funkwerk Kölleda von den Anfängen als Neutro-Werk 1945 bis hin zu seiner Aufgliederung dargestellt. In weiteren Räumen wird von der Rechenmaschine bis zum modernen Computer Historisches zur Rechentechnik und Datenverarbeitung aufgezeigt. Spezielle Themen sind “Schreiben”, “Telefonieren”, und “Rundfunkhören”. Zu sehen sind Fotoapparate, Schreibmaschinen, Telefone und Rundfunkgeräte aus mehreren Jahrzehnten. Beispielsweise wird zum Thema “Radiohören” eine ausführliche Darstellung zur Geschichte des Rundfunks und zur technischen Entwicklung von Detektor bis zur Hifi-Anlage aufgezeigt. Zu hören sind unter anderem Pausenzeichen verschiedener Rundfunkstationen.
Das Stadtmuseum hat seit 1994 sein Domizil im Buchdruckerhaus am Roßplatz. Hier wurde bis 1945 der “Kölledaer Anzeiger” gedruckt, das Amtsblatt für den Kreis Eckartsberga, dessen Kreisstadt Kölleda war. Das Haus ließ der Rittergutspächter Koch 1797 erbauen. Im Jahre 1904 erwarb es Theodor Böhme, der hier ab 1897 eine Druckerei betrieb und den “Anzeiger” herausgab. Seine Nachfahren schenkten 1977 das Haus der Stadt Kölleda mit dem Wunsch, hier ein Museum einzurichten. Gleichzeitig wurde eine Sammlung gusseisener Ofenplatten und das Zeitungsarchiv übergeben.Schwerpunkt der Ausstellung ist die Stadtgeschichte. Spezielle Themen sind Naturkunde, archäologische Bodenbefunde, das Gerichtswesen, die Handwerkszünfte, Kölleda als Garnisionsstadt, der Anbau der Pfefferminze seit Anfang des 19. Jahrhunderts, das Vereinswesen und der Druck des “Kölledaer Anzeigers”. Dem Museum schließt sich der historische Museumsgarten an, der im Stile der Zeit um 1800 angelegt wurde. Hier findet man zahlreiche Heil- und Gewürzkräuter, historische Gemüsearten und alte Rosen. Die angrenzende Streuobstwiese wird zu vielfältigen Veranstaltungen genutzt.
Im altehrwürdigen „Backleber Tor“ hat der Förderkreis für Heimatgeschichte Kölleda e.V. ein Domizil für seinen Ausstellungszyklus „Gegen das Vergessen“ gefunden.
In der aktuellen Exposition lässt der Förderkreis auf über 400 Fotos die Geschichte des einstigen Fliegerhorstes und Luftzeugamtes Kölleda wieder lebendig werden. Dabei haben die Initiatoren den Versuch unternommen eine chronologische Abfolge einzuhalten. Die Dokumentation beginnt mit dem Beschluss zur Errichtung des Luftzeugamtes und führt weiter über die Bauphase, den Einzug der Truppen am 01. Dezember 1936, bis hin zu den schweren Luftangriffen im Jahr 1944 und der Demontage in den Jahren 1946/47.
Neben diversen originalen Flugzeugteilen, Werkzeug- und Ersatzteilkisten, sowie Fundstücken vom Flugplatzgelände, erwartet den interessierten Besucher u.a. auch ein detailliertes Modell der Flugplatzanlagen, wie sie 1944 existierten.
1266 baute man an Stelle der zu klein gewordenen Peter-Paul-Kirche eine neue Klosterkirche, die St. Johannes Kirche, die dem Täufer Johannes geweiht wurde. In der Nordwand des Chorraumes, der einfach gebauten Kirche, befindet sich ein Bogen, in dem der Sitzplatz der Nonnen war. Etwa um 1462 bekam die Kirche einen freistehenden Turm, welcher südlich der Kirche stand. Den heutigen Turm erbaute man im Jahre 1825. Ein Grabdenkmal wurde 1393 der Helene Gräfin von Beichlingen und ihren beiden Kindern gewidmet.